______Bloody Past

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Eisregen
Eisblut
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Eigentlich sind ja alle Eisregen-Texte auf eine makkabre Art genial.

Aber dennoch möchte ich vier der (meiner Meinung nach) besten Texte einmal besonders hervorheben:

 

- Im Reich Der Fleischlichkeit

Gib mir Liebe...
Schenk mir deinen Körper für eine einzige Nacht
Erweise mir die Gunst für ein paar Stunden
Bis für immer uns der neue Morgen trennt

Schenk' mir Wärme...
Deinen Leib auf durchnässtem Leinen wünsch' ich mir
Für dein falsches Lächeln bezahl' ich gerne

Was ist schon Geld für ein paar Stunden mit dir?
Erfüll' mir einen Wunsch
Dies ist dein Job, dafür bist du bei mir
Laß mich tief dringen, in warmes, lebendiges Fleisch
Laß mich versinken im Reich der Fleischlichkeit

Schenk' mir Vergessen...
Tue das, was du am besten kannst
Halt mich fest in deinen Armen
Sag mir, daß du mich liebst -
Auch wenn du nicht mal meinen Namen kennst...

Dein Gesicht werd' ich bald vergessen
Und auch für dich werd' ich bald vergessen sein
Einzig mein Geld in deinen Taschen
Ist das, was von unsrem Treffen übrig bleibt

Wenn mich zärtlich die Morgensonne weckt
Ist die Zeit für den Abschied nähergerückt
Nur noch dein Geruch in den Laken
Der mich von der Wirklichkeit trennt

Die Nacht ist gewichen, meine Arbeit beginnt
Das Reich der Fleischlichkeit - versiegelt für einige Zeit
Sorgsam kleid' ich mich an und lade meine Waffen
Und lächelnd verlass' ich den Ort falscher Liebe

In wenigen Stunden wird ein Mensch durch mich sterben
Dafür werd' ich schließlich fürstlich entlohnt
Ich kenn' seinen Namen; weiß, wo ich ihn finde
Das reicht mir, sein Leben bedeutet mir nichts

In ein paar Tagen werd' ich Liebe mir kaufen
Die Freuden des Fleisches sind Notwendigkeit
Ein paar Menschen sterben, ein paar Menschen lieben
Dies ist das Spiel, das wir alle hier spielen
Und für beide Seiten bin ich gerne bereit
Im Reich der Fleischlichkeit...

 

 

- Dreizehn

An einem kalten Novembertag
Bring ich Blumen zu deinem Grab
Ich stell sie neben den Marmorstein
Und denke an dich, die ganze Zeit

Die Bäume verlieren ihr Blätterkleid
Es schmückt dein Erdreich mit buntem Glanz
Tief dort unten wartest du auf mich
Die Maden fraßen dein Gesicht

Vor einem Jahr war ich das erste Mal hier
An deinem Sarg, kurz nach halb vier
Sie ließen sorgsam den Leichnahm hinab
Und warfen dir Erde und Blumen ins Grab

Kurz zuvor hab ich dich getroffen
Und aus deinem Herzen das Blut gesoffen
Ich warf dich in den Fluß neben meinem Haus
Kurz darauf zog man dich wieder raus

Du warst meine 13, eine besondere Zahl
Gern denk ich an dich, deine Todesqual
Im letzten Jahr sind noch weitre gekommen
Die ich besuche, in besonderen Stunden

An dein Grab kehr ich gerne zurück
Ich genieß die Minuten, mein besonderes Glück
Das ich dich traf, hat unser Leben verändert
Meines hat es bereichert, deines hat es beendet

Meine Zeit ist vorrüber, ich muß weitergehn
Um ein paar Reihen weiter vor dem nächsten zu stehn
Heute nacht schon, wenn der volle Mond mich leitet
Wird der Inhalt des nächsten Grabes bereitet...

 

 

- Ein Jahr Im Leben Des Todes

Januar, Sturmflut in Hawaii
Dreihundertneunzig Opfer
Der Startschuß für das neue Jahr

Februar, Flächenbrand im Outback
70 Tote in zehn Stunden
Australien hält den Atem an

März, Flugkatastrophe über Irland
Zweihundertachtzig Leichen
Regnet es in Teilen

April, Überschwemmung in Bangladesh
104 sterben in den Fluten
Dies ist nur die offizielle Zahl

Der Mai bringt uns ein Bombenattentat
Der Münchner Bahnhof war sein Ziel
Dort führt keiner mehr - Eisenbahn...

Juni, ein warmer Monat
In London geht der neue Ripper um
Ein Opfer jede Vollmondnacht

Juli, Rassenterror in New York
Schwarz und Weiß diskutieren ihre Farbe
43 reden nicht mehr mit

Im August geht ein tanker unter
Die ganze Nordesee stinkt nach Öl
Und die Besatzung mittendrin

September, Ebola kommt nach Ägypten
Dort bleibt der Virus ein paar Wochen
Bevor er ein Land weiterzeiht

Oktober, eine Nation strahlt
Die Welt hält den Atem an
In Rumänien ging ein Kraftwerk hoch

November, Amokläufer in Barcelona
30 Tote in der Innenstadt
Keiner weiß, warum er dies tat

Der Dezember bringt den ersten Schnee
Weiß bedeckt er all die Gräber
Das, was der Tod geschaffen hat
Das alte Jahr nähert sich seinem Ende
Ein Jahr, wie es viele zuvor gab
Ein Jahr im Leben des Todes...

 

 

- ...Und Sie Blutete Nur Einen Sommer Lang

Nie werd ich ihn vergessen - den Sommer
vor drei Jahren
Der wärmste Sommer seit ich denken kann
Bei Nacht herrschte die schwüle Hitze
Die das Nachtgewand am Körper kleben ließ
Diese Taubheit durch die Wärme
Die den Geist benebelt
Und dich glauben macht
Dass dein Blut kochend durch den Körper fließt

Als ich wieder keinen Schlaf fand
Trieb ich ruhelos durch die Strassen
Dann traf ich sie im bleichen Mondlicht
Sie sprach mich an und ich erstarrte
Und sie nahm mich bei der Hand
Und führte mich in ihr schwarzes Wunderland

Bald hatten wir den Wald erreicht
Die Stadt lag weit zurück
Und nur die Nacht war Zeuge
Als ihr Spiel begann...
Die schwüle Luft in meinen Lungen
Und ihr Geschmack auf meiner Zunge
Dann lag das Messer in ihrer Hand...
Und sie fing an sich zart zu schneiden
Ein Netz aus warmen Rot
Verzierte ihren nackten Leib

... und sie blutete für mich, einen ganzen Sommer lang
Sie führte meisterlich die Klinge,
Die das Lied des Schmerzes sang
Jede Nacht war das Leid unser beider Lohn
Die Narben trug ich gerne als Zeichen dieser Religion

Ich konnte es kaum erwarten, bis der Tag der Nacht verfiel
Denn dann endlich konnte es beginnen, das Messerspiel
Stund um Stund öffneten wir unsere Körper
Bis das Licht des neuen Tages den Reiz vertrieb

So verlief der wärmste Sommer, seit ich denken kann
Noch heut trag ich stolz die Narben, mein ganzes Leben lang
Eines Nachts, bei Regenschauer, endete das Liebesspiel
Der letzte Schnitt an ihrem Körper war wohl endgültig
zu viel...

Und das Leben troff in langen Bahnen aus ihrem Leib
Ein letztes Lächeln, dann war es an der Zeit
Sie schloss die Augen, und ging für immer fort
Mit Tränen in den Augen verließ ich diesen Ort
Wo sie lag auf einem Netz aus rotem Lebenssaft ...

Nie werd ich vergessen -
Den Sommer vor drei Jahren
Der schönste Sommer, seit ich denken kann
Bei Nacht herrschte die Klinge
Die das Leben strömen lasst
Diese Taubheit durch Blutarmut
Die den Geist vernebelt
Und dich träumen lasst
Wenn dein Blut den Boden nässt...

 

Da bleibt mir nichts anderes als zu sagen: HAMMER!!!

28.12.06 13:28


Am Glockenseil

Es begann als der Priester starb,
Als sie ihn begruben spuckten sie in sein Grab.
Der hohe Vater hatte Selbstmord begangen,
Und sich selbst ans Glockenseil gehangen.

Ein toter Priester hat es wirklich schwer,
Kein Platz im Himmel, bleibt nur Wiederkehr,
Von totes Fleisch unter Menschen zu wandeln,
Dies sei sein Schicksal, keine Chance zu verhandeln.

In kalten im Nachtwind schwingt er hin und her,
Sein Genick brach am Glockenseil.

Nach ein paar Tagen kehrte er zurück,
Schließlich rann, Stück um Stück.
Seine ersten Opfer, soweit bekannt,
Zwei Teenies, die er knutschend im Auto vorfand.

Das Mädchen zwang er unter seinen Bann,
Dann fing langsam ihre Schlachtung an.
Ihre Augen begannen sachte zu bluten
Bevor sie Därme kotzte, um den Wagen zu fluten.

Ihr Freund konnte den Brechreiz kaum unterdrücken,
Wie ein Irrer begann er, am Türgriff zu rütteln.
Doch auch für ihn war es bald vorbei,
Der tote Priester quetschte lachend seinen Schädel entzwei.

 

28.12.06 12:37


Schlachtwerk

Lasst mich euch eine Geschichte erzählen
Von einem der es geil fand sich selbst zu quälen
Der sich selbst zerschnitt bis er schrie wie ein Tier
Diese schöne Geschichte handelt von... mir

Mit Frauen hatt ich immer ein Problem,
Denn Sex empfand ich als nicht wirklich schön
Erst als ich begann mich mit Nadeln zu spicken
Hatt ich das erste Mal Spaß am... Ficken

Doch ich musste die Dosis an Selbstopfer stärken
Um beim Sex ein Quäntchen Lust zu bemerken
Mein Körper ein Flickwerk aus Narben und Wunden
Je nach Zeug meine Haut gequält und zerschunden

So nach und nach lief mir die Frauen weg
Sie schimpften mich 'abartig' und 'menschlicher Dreck'
Doch auf Frauen kann ich gerne Verzichten
Und endlich mein Schlachtwek in Ruhe verrichten

Ich ereichte meine Stufe an süßem Leiden,
Als ich begann Glieder abzuschneiden
Die Finger der Rechten hab ich abgehackt
Sie gierig verschlungen und wieder ausge... kackt

Einen Orgasmus war es mir Wert,
Ein Auge zu opfern als wie unversehrt
Eine blutige Höhle im Ahne zurück
Mir wurde warm ums Herz vor lauter... Glück

Ich brech mir die Knochen nun einzeln im Leib
Ich tu es nur so zum Zeitvertreib
Gestern erst hab ich mastorbiert
Und mir dabei den Fuß amputiert

Diese Welt ist krank und ich bin es auch
Stecke rostige Nägel in den offenen Bauch
Nennt mich Anarchist, nennt mich Antichrist
Vom Kopf bis zur Sohle bin ich Masochist

Seht nur wie es heftig zuckt (eine Weil lang)
Denn heut wird der Tod mein Schlachtwerk beenden
Meine letzte Tat wird niemand vergessen
Ich werde mich Stück für Stück selbst fressen... selbst fressen

28.12.06 12:34


Krankes Herz

Hellichter Tag, verbundene Augen
Erwarte ich der Herrin Strafe
Ich war gar ungezogen heute
Sodaß ich mich vor ihr verbeuge

Welch herrlich Fleisch, in Lack gegossen
War einzig mein an dunklen Tagen
Ihr strenger Blick beherrschte mich
Und ließ mich dumme Dinge sagen

Ich leckte ihr die Stiefel blank
Geschmack der Straße auf der Zunge
Der Geruch von schwarzem Leder
Stanzt Löcher tief in meine Lunge

Sie gab mir Peitschenhiebe satt
Bezahlte sie mit meinem Blut
Und zischend auf schweißnasser Haut
Verlöschte der Zigarre Glut

[Refr.:]
Ich schenke dir mein krankes Herz
Mach damit, was dir beliebt
Du gibst dem Schlag die Richtung an
Machst heiß mein Fleisch dir untertan
Ich schenke dir mein krankes Herz.

Dann kam die Zeit für Rollentausch
Der eigene Schmerz wird langsam öde
Heute wird sie mir zu Diensten sein
Heute wird sie vor Schmerzen schrein

Sie wurde Wachs in meinen Händen
Hab sie geformt, wie ich es mag
Ihr schönes Antlitz nachgeschnitten
Vom Leib ein störend Teil entfernt

Dann hab ich ihr den Kuß geschenkt
Zwischen die Schenkel, auf die Mitte
Dort, wo Blut sich reif nach draußen drängt
Wenn Zellstoff es nicht zärtlich fängt

Auf meine Art gab ich ihr Liebe
Sie hat es nur nicht überlebt
Denn stumpfe Klinge fraß sich Bahn
Hat ihr die Knochen aufgesägt

[Refr.:]
Ich reiß heraus dein krankes Herz
Und halt es zitternd in der Hand
Einst Herrin, nun mein Untertan
Hielt ich ein Leben sorgsam an
Ich riß heraus ein krankes Herz

28.12.06 12:31


28.12.06 11:51


28.12.06 11:41


Mein Eichensarg

Heut ist ein schöner Tag,
Ich schaufle mir mein eigenes Grab.
Ein Eichensarg kommt dort hinein
Und ich werde der Inhalt sein,
Werde betten mein müdes Haupt
Auf ein Kissen aus rotem Samt.
Heute Nacht werd ich unten sein,
Dort bei den Würmern, so ganz allein.
Wie schön doch all die Blumen blühn,
Der Rasen so satt und grün,
Wartend auf den ersten Spatenstich.
Nichts kann meine Laune mir verderben,
Heut ist der schönste Tag um zu sterben.
Mein Herz wird nicht mehr weiter schlagen,
Dies sei die Antwort auf all meine Fragen.
Gleich dort hinter dem frischen Grab,
Steht mein nagelneuer Eichensarg.
Lang hat es mich gequält,
Letztendlich hab ich dies Modell gewählt.
Was kann ich ändern, nur mich selbst.
Die Welt wird für sich weiter drehn.
Ein Eichensarg mein neues Heim,
So soll dies denn mein Schicksal sein.
Ich hab mir Freunde eingeladen,
Werden mir stumm zur Seite stehn,
Wenn ich mich bett zur letzten Ruh’,
Um meinen letzten Weg zu gehen.
Bald werden die Tabletten Wirkung zeigen,
Werde müde mir die Äuglein reiben.
Dann schließ ich sie, ein letztes Mal,
Und alles Andere wird mir scheißegal.
Jetzt ist es Zeit, die Reise anzutreten,
Wär ich gläubig, würd ich jetzt beten,
Doch so bleibt mir nur, den Deckel zu schließen,
Ohne Reue, ohne Tränen zu vergießen.
Ich höre, wie Erde auf mich fällt.
Es ist kalt hier am Ende der Welt.
Kann meine Augen nicht mehr offen halten,
Kann kaum die Hände vor der Brust noch falten.
Nun lasst mich faulen, der Würmerfraß,
Mein letzter Atemzug, mein letzter Spaß.
Bald wird mein Fleisch wieder Erde sein
Und sie verseuchen mit seinem Keim.

27.12.06 23:18


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